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Donnerstag, 22. November 2018

Sustainable Investing: Nachhaltig, verantwortungsbewusst, chancenreich

Nachhaltige Investments zählen zu den am schnellsten wachsenden Anlagetrends. Sie bieten Anlegern die Möglichkeit, bei der positiven Ausrichtung der Gesellschaft auf die Umwelt mitzuwirken, ohne auf ein mit konventionellen Anlagen vergleichbares Renditepotenzial zu verzichten.

Das Wort Nachhaltigkeit hat Konjunktur. Immer öfter taucht dieses Substantiv in Medienberichten, Büchern, wissenschaftlichen Arbeiten oder aber auch dem privaten Gespräch auf. Ursprünglich stammt die Bezeichnung aus der Forstwirtschaft. Hier steht Nachhaltigkeit für das Prinzip, nicht mehr Holzmengen zu fällen, als nachwachsen können. Mittlerweile hat das Wort eine weiter reichende Bedeutung. Es steht insbesondere für viele Anstrengungen, die Welt für die Zukunft zu rüsten. Im September 2015 haben sich die Vereinten Nationen (UN) in New York auf die Agenda 2030 verständigt. Kernstück dieses Abkommens sind 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung. Die Sustainable Development Goals (SDGs) umfassen unter anderem eine gute Gesundheitsversorgung, den Einsatz erneuerbarer Energien oder Massnahmen zum Klimaschutz.

Drei zentrale Strategien

Anleger können bei der Umsetzung der Agenda 2030 mitwirken. Sustainable Investing zählt laut UBS CIO GWM derzeit zu den am schnellsten wachsenden Finanzbereichen. Eine solche Vorgehensweise dient längst nicht nur dem guten Gewissen. Vielmehr bringt sie den Experten zufolge gleiche Renditechancen wie konventionelle Anlageformen mit. Nachhaltiges Investieren besteht im Kern aus drei Strategien: Bei der Ausschlussmethode werden Anlagen aus dem Portfolio entfernt, die nicht den Wertvorstellungen entsprechend. Dabei kann es sich beispielsweise um Investitionen in die Rüstungs- und Tabakindustrie handeln. Ausserdem ist es möglich, nach ökologischen, sozialen und Governance-Kriterien (ESG-Kriterien) vorzugehen. Hier können Unternehmen im Fokus stehen, bei denen Umweltschutz, Wahrung der Menschenrechte oder Korruptionsbekämpfung als Grundlage des Geschäftsmodells dienen. Einen weiteren Weg stellt das Impact Investing dar. Dabei versucht der Investor, eine quantifizierbare Wirkung zu erzielen. Zu diesem Zweck allokiert er sein Kapital beispielsweise in Obligationen zur Finanzierung bestimmter gesellschaftlicher Entwicklungen wie etwa der Forschung nach Diabetes-Medikamenten. (Quelle: Internetauftritt UBS Wealth Management, Sustainable Investing, «Nachhaltig investieren mit Verantwortung»)*

Profiteure unterschiedlichster Couleur

Traditionell fokussieren sich nachhaltige Investments auf den Aktienmarkt. Für zahlreiche Opportunitäten sorgt hier beispielsweise das Pariser Klimaabkommen. 181 Staaten verfolgen gemeinsam das Ziel, die Erderwärmung einzudämmen. Laut UBS CIO GWM senden sie damit zusammen mit der zunehmenden Begeisterung für ESG-Investments ein starkes Signal an die Unternehmen, an der Lösung der Klimaproblematik mitzuarbeiten. Die Vereinten Nationen drängen zum Handeln: In einem kürzlich veröffentlichten Report warnen sie vor den desaströsen ökologischen Folgen des Klimawandels. Um gegenzusteuern, sollten erneuerbare Quellen nach Ansicht der UN den globalen Energiebedarf bis 2050 zu 63 Prozent decken. Aktuell liegt die entsprechend Quote bei gerade einmal 20 Prozent. Der verstärkte Fokus auf die Reduzierung der Kohlendioxidemissionen sollte den Erzeugern regenerativer Energien in die Hände spielen. UBS CIO GWM zählt darüber hinaus unter anderem die Hersteller von Elektrofahrzeugen zu den Profiteuren. Neben der Regulierung würden dem Sektor fallende Kosten sowie technologische Verbesserungen in die Hände spielen. 2025 könnte es sich den Experten zufolge bei jedem vierten weltweit neu verkauften Wagen um ein Elektrofahrzeug handeln.

Green Bonds auf dem Vormarsch

Ein starkes Wachstum verzeichnen nachhaltige Anlagen mittlerweile auch im festverzinslichen Bereich. Dabei geben die so genannten Green Bonds die Richtung vor. 2017 wurden derartige Obligationen in einem Volumen von mehr als 160 Milliarden US-Dollar emittiert – ein Wachstum von 84.9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2018 könnte der Markt laut CIO GWM auf 210 Milliarden US-Dollar anwachsen. Die Emittenten sind nicht mehr nur auf klimaschützende Massnahmen fixiert. Vielmehr fassen sie das Nachhaltigkeitsspektrum in Anlehnung an die Agenda 2030 immer weiter. UBS CIO GWM stellt fest, dass im Bankensektor bereits SDG-Anleihen mit einer Verbindung zu den UN-Zielen Gender-Diversität, sowie Gesundheit und Wohlergehen emittiert wurden. Alles in allem bezeichnen die Kapitalmarktprofis Sustainable Investing also zu Recht als die «neue Normalität». (Quelle: UBS CIO GWM, Sustainable investing, «What's going on – November», 01. November 2018)

*https://www.ubs.com/ch/de/swissbank/wealth-management/anlegen/nachhaltig-anlegen.html

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